Die Angst davor, zu leiden, ist schlimmer als das eigentliche Leid

Emilio Duró sagte bei einem Vortrag zum Thema "Optimismus und Vorstellungskraft", dass 99% all unserer Sorgen niemals eingetroffen sind und auch niemals eintreffen werden.

Wenn Du genauer darüber nachdenkst, stimmt das tatsächlich. Im Grunde genommen haben wir vor allem Angst davor, zu leiden. Wir befürchten, dass etwas eintreffen könnte, was uns Leiden lässt.

Angst ist ein natürlicher Instinkt, der uns aber manchmal hinters Licht führt. Wir neigen dazu, bei der blossen Vorstellung des Leides mehr zu leiden als in einer Situation, die zu einem wirklichen Leid führt. In diesen Situationen können wir lernen, unseren Ängsten zu begegnen.

Viele Menschen fürchten sich davor, zu lieben oder sich zu verlieben, aus Angst später einmal verletzt zu werden und verkriechen sich daher.

Es gibt nicht das eine Geheimrezept dafür, um die Angst vor dem Leiden zu verlieren. Wir können nicht einfach aufhören und alles vergessen. Andere Sichtweisen helfen aber, die irrationale Angst hinter uns zu lassen: Entscheide dich dafür, keine Angst mehr vor dem Leid zu haben.



Der Entschluss, keine Angst mehr zu haben, bedeutet den Gefühlen zu begegnen und sich nicht mehr von ihnen beherrschen zu lassen. Sich darüber Gedanken zu machen, was wir empfinden und herausfinden, wieso wir so fühlen. An Stelle einer ablehnenden Haltung können wir uns bewusst werden, wieso wir leiden. Das heisst: uns selbst beobachten und uns darüber klar werden, was wir denken, wie wir denken und was wir tun.

Begrenzte Phasen des Leidens gehören auch zum Leben. Sie um jeden Preis vermeiden zu wollen verstärkt die Angst - und erzeugt damit gleich wieder neues Leid. Wächst das (selbst)Vertrauen, dass auch Du kommende Leidensphasen bewältligen und hinter Dir lassen kannst, lässt die Angst nach.

Newsletter vom 7. Oktober 2016
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